Season Warm-Up am Pistenrand

  • 04/01/2016
  • Anita Fuchs

mit Lea Baumschlager

An den ersten Tagen auf dem Snowboard fühlt man sich meist etwas steif, immerhin war die Sommerpause doch recht lange. Es ist also Zeit  für ein kleines Warm-up, um so schnell wie möglich wieder ein besseres Brettgefühl zu bekommen. Nutzt die ersten Runden durch die Gletscherresorts, um am Pistenrand nach kleinen Spots wie Kanten, Transitions oder Poles Ausschau zu halten, denn diese eignen sich perfekt für den Einstieg in die neue Saison. Wir zeigen euch hier mit Lea Baumschlager wie ihr euch mit bisschen Airtime und etwas Rotation für die kommende Saison in Form bringt.

Artikel aus Ausgabe: 04/13

Tricktipp Lea Baumschlager, bonk, bluebirdFotos: Anita Fuchs

Ollie 

Der Ollie ist der absolute basic Trick beim Snowboarden, ohne ihn geht gar nichts! Jeder Spin oder Grab setzt einen sauberen Ollie voraus, der für die nötige Airtime sorgt. Ein massiver Ollie über eine Kante kann super stylisch sein. Such dir eine geeignete Pistenkante, bei der du mit genügend Geschwindigkeit anfahren kannst. Fahre auf diese plan und in den Knien mit ordentlich Speed zu. Hast du die Kante erreicht, verlagerst du dein Gewicht auf das hintere Bein und ziehst das vordere Bein an. Poppe du dich über das Tail des Brettes von der Kante weg. Nachdem du abgesprungen bist, ziehst du beide Beine zu einem hohen Ollie an und landest weit unten in der Piste! Sitzt der Ollie, kannst du ihn natürlich auch über sämtliche Obstacles wie kleinere Zäune, Boards oder Rucksäcke machen.

Tricktipp Lea Baumschlager, Ollie

Tailgrab 

Wenn wir den Ollie mit einem Grab an das Tail kombinieren, erhalten wir den Tailgrab. Am höchsten Punkt des Ollies grabst du dein Brett mit der hinteren Hand am Tail. Um etwas Style in die ganze Sache zu bringen, ziehst du das hintere Bein an und streckst das vordere Bein etwas durch (bonen). Zusätzlich kannst du diese Bewegung unterstützen, indem du das Brett mit der hinteren Hand zu dir hochziehst. 

Tricktipps Lea Baumschlager, Tailgrab

Fs Tailbonk

Bei einem Bonk berührst du während einem Ollie etc. kurz mit Nose oder Tail eine Pistenmarkierung, einen Baum oder was auch immer dir über den Weg läuft. Es ist also eine Kombination aus einem Ollie und einem Shifty. Als erstes suchst du dir ein geeignetes Objekt am Pistenrand. Wir fanden diese Stange hier, die perfekt für den Fs Tailbonk positioniert war. Fahre locker in den Knien auf das Obstacle zu und fixiere währenddessen den Punkt, an dem du die Stange bonken willst. Beim Absprung poppst du dich mit Druck zu einem hohen Ollie weg und kombinierst diesen mit einem Shifty. Der Oberkörper bleibt beim Shifty gerade, nur die Beine und das Board werden um ca. 90° gegen gedreht, so dass du mit der Frontsidekante auf Tail Höhe jetzt die Stange „abklatschst“. Danach drehst du dein Board wieder in die Ausgangsposition zurück und federst die Landung mit den Knien ab. Beim Bonken gibt es viele Möglichkeiten, du kannst die Stange auch mit der Backsidekante bonken, mit der Nose oder anschließend noch einen Spin einbauen. Lass dich beim Bonken von Pistenmarkierungen nur nicht von der Pistenpolizei erwischen ;).

Tricktipps Lea Baumschlager, Frontside Tailbonk, bluebird

Bs 180 

Der Klassiker! Kaum ein Trick kommt an das Feeling eines sauberen Bs 180s ran und er zählt nicht umsonst zu den Lieblingstricks vieler Pros. Um selbst in den Genuss dieses Gefühls zu kommen, suchst du dir einen Spot, bei dem du mit einer leichten Rechtskurve anfahren kannst (wenn du regular fährst, sonst eine Linkskurve). Fahre mit genug Geschwindigkeit auf den Absprung zu, geh in die Knie und drücke dich über die Frontsidekante mit ordentlich Popp ab. Halte den Oberkörper parallel zum Brett, Blick Richtung Tail gerichtet und leite die Rotation mit deinen Schultern ein, indem du die vordere Schulter Richtung Tail drehst. Der restliche Körper folgt dann wie von selbst. Kurz vor der Landung Blick in Fahrtrichtung drehen, mit den Knien abfedern, fakie landen und locker weiterfahren.

Tricktipps Lea Baumschlager, Backside 180

Fs 180 Indy 

Halte Ausschau nach einer Kante, die du mit einer Linkskurve anfahren kannst (regular) und die dir etwas Airtime ermöglicht. Der Frontside 180° funktioniert ähnlich wie der Backside 180°, nur dass du die Landung die ganze Zeit im Blick hast. Fahre mit etwas Speed auf den Absprung zu, gehe in die Knie und drücke dich von der Backsidekante ab. Nun folgt ein hoher Ollie, der dir Zeit für die halbe Drehung gibt. Bring dafür einfach die hintere Schulter in Richtung Nose. Hast du den höchsten Punkt erreicht, zieh die Beine etwas an und grab mit der hinteren Hand die Mitte deines Snowboards. Jetzt fixierst du die Landung, löst den Grab wieder, federst die Landung ab und fährst switch weiter. 

Tricktipps Lea Baumschlager, frontside 180 Indy

Fs 360 Stalefish

Beim Fs 360 auf der Piste suchst du dir, wie beim Fs 180, eine Kante bei der du mit einer Linkskurve (bzw. Rechtskurve bei goofy) anfahren kannst. Der Unterschied zum Fs 180 ist, dass du mit deinen Schultern und Armen mehr Schwung holen musst, um eine ganze Drehung zu schaffen. Fahre wie gewohnt in den Knien mit ausreichend Geschwindigkeit an und drücke dich von der Backsidekante (Fersenkante) weg. Blicke beim Absprung über die vordere Schulter, hole mit den Armen Schwung und drehe die hintere Schulter nach vorne um die Drehung einzuleiten. Der Blick bleibt dabei immer über die vordere Schulter gerichtet, Schultern und Operkörper folgen automatisch. Mach dabei am besten einen Grab um kompakt zu bleiben. Für den Stalefish grabst du mit der hinteren Hand die Backsidekante zwischen deinen Beinen. Kurz vor der Landung grab lösen und schon landest wieder in der gewohnten Fahrtrichtung.

Tricktipps Lea Baumschlager, Frontside 360 Stalefish

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