Daniela Garreton

  • 19/05/2014
  • Anita Fuchs

Tipps zum Surfboard bemalen

Die maritimen Zeichnungen von Daniela Garreton lassen eine Seemanns-Tochter als Künstlerin vermuten. Ganz verkehrt liegt man bei der Vermutung nicht, denn Daniela zieht all ihre Inspiration aus dem Meer und beherrscht das „Arrrr“ eines Seemanns sehr gut. Sie ist leidenschaftliche Surferin und zog von Santiago de Chile ins Baskenland, um dem Meer so nahe wie möglich zu sein. Ihre Wohnung liegt nur 300 m vom Strand entfernt und ihr erster Weg am Morgen führt sie ans Meer. Ihre detailreichen Zeichnungen von Fischen, Möwen und Seemännern fertigt sie meist auf Holz an und auch Surfboards zählen zu beliebtem Maluntergrund. Wir baten die Künstlerin uns ein paar Tipps zu geben, wie wir selbst unsere Bretter verschönern können. 

Daniela Garreton Surfboard bemalen

Hi Daniela, wie kam es dazu, dass du angefangen hast Surfboards zu bemalen?

Ich liebe Surfen und liebe Zeichnen! Ich fing vor ein paar Jahren an, als Ripcurl mich darum bat ein Board zu bemalen und ich habe es geliebt.

Du surfst also auch?

Naja.... wenn man Wipe-Outs und Sand-Schlucken Surfen nennen darf, dann tue ich das! Ich genieße es einfach ganz allein mit meinem Surfboard draußen im Wasser zu sein. Das ist sehr therapeutisch.

Was brachte dich nach San Sebastian?

Ich finde San Sebastian ist der perfekte Mix aus Kultur- und Hafenstadt. Wir wollten an einem Ort wohnen, an dem man surfen kann und dem Ozean nah ist, aber auch in einer Stadt, die kulturell etwas zu bieten hat. Hier in San Sebastian kamen meine beiden Leidenschaften zusammen... das Meer und die Kunst. Ich begann die vielfältige, maritime baskische Kultur in mich aufzusaugen, ich atmete jeden Tag die salzige Meeresluft, ging ins Wasser und war ganz erstaunt von der Energie, die mir der Ozean gab. Es war sehr instinktiv, dass ich diese Gefühle in meiner Kunst eingefangen habe.

Deine Kunstwerke sind sehr nautisch... Verbringst du viel Zeit am und im Ozean?

Ja... jeden Tag! Es ist eines der ersten Dinge, die ich morgens sehe, wenn ich mit meinem Hund am Strand Gassi gehe. Es ist immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich der Ozean sein kann. Außerdem surfe ich und an den Wochenenden fahren wir meist mit dem Van nach Frankreich und verbringen den Tag mit Surfen und Chillen mit Freunden.

Daniela Garreton Surfboard bemalen

Daniela Garreton Surfboard bemalen

Woher nimmst du deine Inspiration?

Die meiste Inspiration schöpfe ich definitiv aus dem Ozean und dem Leben drumherum, aber ich lasse mich auch von anderen kreativen Expressionen beeinflussen. Ich mag die Ästhetik Wes Andersons sehr gerne, besonders. „The Life Aquatic“. Mir gefallen auch andere Künstler wie Stevie Gee und die Illustrationen maritimen Lebens von Ernst Haeckel finde ich sehr inspirierend – vor allem sein Auge fürs Detail.

Wie würdest du deinen Style beschreiben?

Ich würde sagen er ist ziemlich nostalgisch, der Ozean weckt irgendwie immer Sehnsucht.

 

Welche Materialien und Dinge brauchst du, um ein Board zu bemalen?

Ich verwende alle Arten von Acrylfarben, genauso wie Posca Marker, wenn ich mehr Präzision brauche, ein paar Pinsel und Varnish Spray als Schutzschicht.

  

Wie gehst du vor, wenn du ein Board bemalst?

Zum einen braucht man ein Board, das keine finale Verglasung hat, damit die Farbe darauf hält. Zuerst mache ich ein paar Skizzen auf Papier und wenn ich mich für das Motiv entschieden habe, male ich mir mit einem leichten Bleistift ein paar Konturen aufs Board. Danach bereite ich die Farben vor und beginne zu malen. Wenn es fertig und trocken ist, sprühe ich ein paar Schichten Schutzfilm darauf.

Was kann schief laufen?

Alles! Manchmal, wenn ich die Pinsel nicht richtig führe, kann es sein, dass ich einige Tropfen auf dem Board habe, die alles kaputt machen. Auch eine schlechte Idee: seine langen Haare offen zu tragen... das kann zum Problem werden. Und stell die Teetasse so weit wie möglich vom Board entfernt ab!

Was kann ich tun, wenn ich einen Fehler gemacht habe?

Als Erstes fluchen, dann so viel retten, wie geht. Ich stelle mir immer eine große Rolle Küchenpapier neben mich, um die Patzer auszubessern.

 

Ist es anders als Papier oder Holz zu bemalen?

Ja, denn die Oberfläche ist so weich, dass man jeden kleinen Fehler sieht. Die Farbe neigt auch dazu zu tropfen, wenn es zu nass ist, dabei muss man besonders vorsichtig sein.

 

Kann man die Farbe wieder entfernen?

Ja, dazu braucht man Nagellackentferner... der entfernt die Farbe ohne das Board zu beschädigen.

 

Wie lang hält die Farbe?

Das hängt davon ab wie häufig man es gebraucht und wie vorsichtig man damit ist, aber es sollte lange halten.

 

Hast du irgendwelche Tipps, die man berücksichtigen sollte, bevor man anfängt zu malen?

Legt gute Musik auf, bindet euer Haar zusammen, geht sicher, dass ihr alles Notwendige neben euch liegen habt und genießt es!



www.danigarreton.com

Daniela Garreton Surfboard bemalen


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