Portfolio Lucia Griggi

  • 29/03/2015
  • Anita Fuchs

Surffotografin

Mit einem schweren Unterwasserhousing in den Händen, Flossen an den Füßen, nur geschützt durch einen Helm und Wetsuit begibt sich Lucia regelmäßig zwischen Strömungen, messerscharfe Riffe, Hai-reiche Gewässer und brechende Wellen ganz nahe an Surfer, die sich durch meterhohe Tubes schießen.  Dabei muss sie nicht nur darauf achten nicht von einer Welle oder einem Surfer erwischt zu werden, sondern im richtigen Moment auf den Auslöser drücken. Für ihre  Surffotos nimmt die britische Fotografin lange Reisen und manche Herausforderungen auf sich, doch der Einsatz lohnt sich immer!

Portfolio Lucia Griggi

Portfolio Lucia Griggi

Hallo Lucia, kannst du dich bitte kurz vorstellen....

Hi, ich heiße Lucia Griggi und bin hauptberuflich Fotografin. Ich habe mich auf Outdoor Abenteuer inklusive Surfen und Skateboarden spezialisiert und dokumentiere währenddessen meine Reisen. Momentan lebe ich in Kalifornien und arbeite weltweit an Editorial und gewerblichen Aufträgen. Außerdem reise ich immer noch viel und genieße jede Minute davon.

Wo bist du aufgewachsen und woher kommt deine starke Verbindung zum Ozean?

Ich wuchs zwischen Venedig und England, aber hauptsächlich in England auf. Als Wettkampfschwimmerin hatte ich schon immer eine starke Verbindung zum Wasser und entwickelte eine Hassliebe zu Swimmingpools. Mit 20 Jahren zog ich ans Meer und lernte in Cornwall surfen, wo ich meine Liebe zum Ozean entdeckte. Surfen brachte mich auf meinen Reisen zu entlegenen Orten und ließ mich neue Teile der Welt entdecken, die ich heute immer noch regelmäßig besuche. 

Wie oft bist du im Wasser?

Ich mag es täglich mindestens einmal im Wasser zu sein. Entweder beim Shooten oder beim Surfen mit meinen Longboards. 

Wann hast du mit der Fotografie begonnen und was waren anfangs deine Fotomotive?

Meine erste Kamera war eine Nikon D200, die ich mir kaufte, als mein Interesse an Fotografie wuchs. Davor hatte ich mir die alten analogen Kameras meines Vaters geliehen. Surfen war schon immer mein liebstes Fotomotiv.

Wie bist du zu Surffotografie gekommen? Kannst du dich an dein erstes Shooting im Wasser erinnern?

Ich fotografierte Surfen, weil ich den Sport von Beginn an liebte und täglich von seiner Schönheit gefangen war. Das Meer ist ein Ort voller Freude, gleichzeitig motiviert mich dessen Ursprünglichkeit seinen niemals endenen Fluß einzufangen. Das erste Mal im Wasser fotografierte ich 2006 auf einem WQS Event der ASP auf den Malediven.

Hattest du jemanden, der dir ein paar Tipps gegeben hat?

Nein, ich hatte nie das Vergnügen von jemandem zu lernen oder viele Tipps zu bekommen. In der Surffotografie herrscht ein großer Wettbewerb und ich bekomme nur sehr selten Hilfe von einem Fotografen aus der selben Branche.

Welche Fotografen inspirieren dich?

Todd Glaser hat unglaublich tolle Kamerawinkel im Wasser und Chris Burkard macht wunderschöne Abenteuer Fotos. Ich liebe ihren Style und ihre Hingabe zu ihrem Beruf!

Portfolio Lucia Griggi

Portfolio Lucia Griggi

Nimmst du bei guten Wellen dein Surfboard oder deine Kamera?

Meine Kamera! Natürlich... außer ich kann beides kombinieren! 

Im Wasser zu fotografieren ist schwierig und ganz anders als an Land... Bist du schon mal in gefährliche Situationen geraten?

Nein, nicht so oft. Ich hatte einige brenzlige Situationen als der Swell in Hawaii sehr schnell angestiegen ist, oder als ich an paar Mal in der Inside gefangen war. Meine größte Angst ist bei Outerreefs in tiefen Gewässern auf’s flache Riff getrieben zu werden. 

Wie fühlst du dich beim Fotografieren von heftigen Wellen wie Cloudbreak? Wie ist die Situation im Wasser?

Fiji war einer der intensivsten Orte, die ich je fotografiert habe. Besonders Firgates Pass, das ist ein Riff mehrere Meilen auf See mit vielen Haien. Die Wellen brechen auf einem sehr seichten Riff und wenn du am falschen Spot bist, können sie dich leicht in eine unangenehme Situation bringen in denen du, sagen wir „das Riff küsst“. Das Riff dort ist sehr lebendig und scharf und kann schnell böse Infektionen auslösen, wenn man die Schnitte nicht behandelt. Ich habe mir aber nur ein bisschen die Füße am Riff aufgekratzt. Cloudbreak ist gar nicht so schlimm, es hat eine nette Schulter, aber wenn es läuft ist es eine heftige Welle.   

Warum nimmst du solche Risiken auf dich?

Es ist eine Leidenschaft, der ich nachgehen muss – und es ist das Risiko immer wert. 

Du bist eine von nur sehr wenigen weiblichen Surf-Fotografinnen weltweit... hat man es als Frau in der Männer-dominierten Surfindustrie schwerer?

Es ist kein leichter Weg und ich wurde durch meine Arbeit neben männlichen Surffotografen vor viele Herausforderungen gestellt, aber manchmal kann genau das dich mehr und weiter pushen. Generell würde ich aber sagen, dass es als Frau schwieriger ist akzeptiert zu werden.

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Was hast du durch die Surffotografie gelernt?

Timing. Timing ist alles, um einen besonderen Moment festzuhalten. Als Surffotografin habe ich meine Fähigkeiten perfektioniert nicht nur einen Moment im Actionsport einzufangen, sondern es hilft mir auch in anderen Situationen den richtigen Moment zu finden und festzuhalten.

Du bist auch viel am Reisen. Was macht es so besonders für dich?

Die Vielfalt und die Menschen, die man unterwegs trifft. Der Weg ist niemals derselbe und man ist immer auf dem Sprung. 

Was fotografierst du außer Surfen noch gerne?

Lifestyle und Reisen. Ich fotografiere gerne idyllische Orte auf der ganzen Welt inklusive Landschaftsfotos. In andere Kulturen einzutauchen und andere Lebensweisen festzuhalten.

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Wenn du irgendjemand oder irgendetwas auf der Welt fotografieren könntest, was würdest du wählen?

Wildlife. Es bringt einen zurück zur Einfachheit des Lebens und die Momente mit wilden Tieren zu dokumentieren lehrt dich für einen unerwarteten Moment bereit zu sein. 

Was braucht ein gutes Bild?

Licht, einen Augenblick und einen Ausschnitt.

Was ist dein Ziel für die nächsten Jahre?

Mich zu verbessern, weiter zu gehen und weiterhin zu lachen. 



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