Schnitt- und Schürfwunden im Surf-Urlaub richtig verarzten

  • 29/09/2015

Lern more, surf better: Erste Hilfe für Surfer

Reisen zu den tollsten Surflocations der Welt sind heute so erschwinglich, dass es leicht fällt, über gewisse Dinge hinwegzusehen. Etwa die schwach ausgebaute lokale Gesundheitsversorgung oder wie entlegen der Strand eigentlich ist. Im Surf-Urlaub gesund zu bleiben, erfordert dann ein bisschen Vorbereitung, das bekannte Quäntchen Glück und vor allem das Wissen, wie im Ernstfall vorzugehen ist.

Aline Bock surft in den Malediven

Foto: Anita Fuchs

Typische Surffehler mit Verletzungsgefahr, und was sich dagegen tun lässt

Surfen ist nicht ungefährlich. Unvorsichtige Surfkollegen, giftige Quallen, scharfe Korallenriffe, Seeigel und manchmal lauern sogar Haie in den Wellen. Die mit Abstand häufigsten Verletzungen fügen sich Surfer durch Unachtsamkeit selbst zu, oftmals ist das eigene Surfbrett involviert.

  • Falsche Position auf dem Surfbrett:

Um die Welle zu erwischen, muss der Schwerpunkt weit vorne liegen. Viele Surfer hängen beim Rauspaddeln zu weit hinten und verlieren in der Welle die Kontrolle über ihr Board. Dann drohen Schnitt- und Schürfwunden im Gesicht.

 

  • Füße falsch positioniert:

Der vordere Fuß sollte in der Mitte des Bretts stehen, die äußere Fußkante zur Spitze gerichtet. Der hintere Fuß steht parallel, direkt über der vorderen Finne. Stehen die Füße anders, geht der Kontakt mit dem Board verloren. So kommen Beine und Füße mit der Finne oder dem Korallenriff in Kontakt, das bleibt nicht ohne Folgen. Reef-Booties helfen, Verletzungen im Bereich der unteren Extremitäten zu minimieren oder sogar zu vermeiden.

  • Nicht schauen wohin es geht:

Das Surfbrett ist schön, im Wasser gibt's aber Wichtigeres. Beim Paddeln und Surfen immer Augen nach vorne richten, sonst drohen Prellungen im Gesichts- und Oberkörperbereich und Kollisionen mit anderen Surfern.

  • Schlechtes Timing:

Wer die Welle erwischen will, muss schnell sein. Sobald die nächste Welle anrollt, ist es höchste Zeit zum Paddeln. Oft vergessen wird der letzte Paddelzug, der im Moment, in dem die Welle das Board hebt, für Aufschwung sorgt. Ohne den letzten Push geht's runter vom Brett und ab ins Wasser. Auch hier können Wunden und Prellungen entstehen.

Schnittwunden und Schürfwunden richtig verarzten

Je besser Wunden versorgt werden, desto schneller geht's wieder ab aufs Wasser. Die wichtigsten Schritte der Wundpflege:

  • Wunde sofort mit sauberem Wasser auswaschen und alle Fremdkörper (Surfbrettpartikel, Stein- oder Korallensplitter etc.) mit einer sterilen Pinzette entfernen
  • Wunde desinfizieren, größere Schürfwunden sollten mit einer in Desinfektionsmittel getunkten Mullbinde gereinigt werden
  • Wunde sauber und bedeck halten, um Infektionen zu vermeiden
  • Verbandmaterial maximal alle drei Tage wechseln
  • Bei Infektion (Wunde vereitert, stark gerötet oder schmerzhaft) Eiter vorsichtig rausdrücken und Wunde mit einer in Desinfektionsmittel getauchten Mullbinde gründlich säubern, neues Verbandsmaterial anlegen

Lisa Anderson

Foto: Roxy

Surf-Urlaub: Reiseapotheke für Wassersportler

Am Strand immer dabei:

  • Wunddesinfektion (etwa Octenisept Spray oder ein Povidon-Jod-Präparat, die brennen nicht so stark)
  • Verbandszeug und Pflaster
  • Pinzette
  • Kaltkompresse
  • antiseptische oder antibiotische Salbe (etwa Bepanthen® Antiseptische Wundcreme, nicht für tiefe Wunden geeignet)
  • Einmalhandschuhe
  • Flasche frisches Wasser
  • isotonisches Elektrolytpulver
  • Energieriegel
  • Sonnencreme


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