Wer an Ischgl denkt, dem schießen wahrscheinlich Bilder von Party-Ski-Touristen und Après-Ski in den Kopf. Doch das Ischgl auch eine andere Seite hat, ist vielen nicht wirklich bewusst. Anfang der 90er Jahr war Ischgl ein Mekka für Snowboarder, sogar Austragungsort der ersten Snowboard- Weltmeisterschaft 1993. Und auch Anfang April zeigte sich mal wieder, dass Snowboarden in Ischgl noch groß geschrieben wird. Beim Banked Air vom 03. bis 08. April tummelte sich alles was Rang und Namen hat, damals wie heute, in dem Tiroler Skiort.

Ischgl, 1993 – Terje Haakonsen wird Weltmeister in der Halfpipe. 25 Jahre später beweist er, dass er das Snowboard immer noch beherrscht wie kein Zweiter. Terje ist einer von gut 80 Snowboardern, die zum Banked Air nach Ischgl eingeladen worden sind. Zusammen mit anderen Legenden kämpfen 12 Teams, bestehend aus Männern und mindestens einer Frau gegen einander an. Mit dabei sind alte Hasen wie Stefan Gimpl, Max Plötzeneder und Xaver Hoffmann bis hin zu Nachwuchstalenten wie dem 12-jährigen Jacky DeJo.

Aber starten wir mal von vorne: Die Woche sollte schon wild losgehen. Am Dienstag luden die Ästhetiker erstmal zur Party – schließlich muss der Start in so eine Woche ja gebührend gefeiert werden. Das der Abend mehr als lang wurde, was zu erwarten, was aber auch nicht weiter dramatisch, da die Shape Crew am Mittwoch noch fleißig am Arbeiten war, bevor am Nachmittag das erste Training auf dem Programm stand.

Foto von: Matt McHattie

Den  gut 700 Meter langen Kurs mit vier Hips und vier Steilkurven galt es mit schnell, flüssig und mit viel Style und Airtime zu bestreiten. Schließlich wurde nicht nur die beste Zeit, sondern auch Style bewertet und Airtime wurde der Gesamtzeit gutgeschrieben.

Nach einem langen Tag am Berg gab es am Mittwoch Abend beim Rider Dinner eine kleine Überraschung. Der Zusammenschnitt der ISF Snowboard Weltmeisterschaften in Ischgl, den wir euch zu gern gezeigten hätten! Da das leider nicht möglich ist, könnt ihr im ersten Teil der Highlights wenigstens ein paar Mitschnitte sehen.

Donnerstag ging es dann mit den Qualifications los – von den 12 Team mussten sich leider 8 verabschieden. Für die vier verbleibenden Teams ging es am Freitag um alles. Team Euro Air rund um Terje Haakonsen konnte sich am Schluss über einen vierten Platz nach dem Team aus der Schweiz mit Girl Power von Elena Könz, die auch den dritten Platz in der Overall Airtime Wertung abgreifen konnte, freuen. Die ersten beiden Plätze gingen beide nach Österreich: Austria Air mit Matthias Weissenbacher, Marc Swoboda, Werni Stock, Tini Gruber, Michael Macho, Tom Tramnitz und Alex Walch konnte sich am Schluss gegen die ÄsthetikAir Gigi Rüf, Steve Gruber, Rudi Kröll, Stefan Gimpl, Ischgl-Local Roli Tschoder, Wolle Nyvelt und Sandy Kröll, durchsetzen – ein tolles Finale, dass auch bei den Zuschauern für viel Staunen sorgte.

Foto von: Sebi Madlener

Das Terje Haakonsen eine Klasse für sich ist, und auch 25 Jahre nach seinem Titel in Ischgl der Abräumer des Abends war, zeigte sich beim Prize Giving am Freitag Abend. Neben dem Sieg in der Overall-Wertung konnte er auch den Style Award der Judges mit nach Hause nehmen. Ein gelungener erster Teil des Banked Air, der am Freitag ausgiebig gefeiert wurde.

 

Samstag stand zu guter Letzt noch der Open Crew Contest an. Auch in der offenen Wertung tummelten sich einige bekannte Namen, wobei das Team „Nitro Austria“ um Lisa Filzmoser  am Ende die Nase vorne hatte.

Ein toller Contest und eine Woche voll hochkarätigem Snowboarding  – wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!