EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN DER SWIMWEAR KOLLEKTION

Patagonia ist so eine Firma, die einem gleich sympathisch ist: Die Umwelt ist ihnen wichtig, genauso aber auch die Qualität ihrer Kleidung. Und das merkt man auch gleich, wenn man sich die Teile von Patagonia ansieht. Grund genug mal hinter die Kulissen zu blicken:

Fotos von Patagonia

Wer ist Patagonia?

Patagonia wurde 1973 von Yvon Chouinard, Profibergsteiger und Umweltaktivist, gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ventura, Kalifornien, produziert weltweit Bekleidung für Surfer, Trailrunner, Alpinisten und Wintersportler, die beste Qualität und Materialien für ihren Sport fordern.  Patagonias Unternehmensphilosophie: Stelle das beste Produkt her, belaste die Umwelt dabei so wenig wie möglich und inspiriere andere Firmen, diesem Beispiel zu folgen und Lösungen zur aktuellen Umweltkrise zu finden. Deshalb konzentriert sich Patagonia nicht nur auf die Verwendung und die Entwicklung neuer Materialien, sondern auch auf die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards durch die gesamte Lieferkette. Das Unternehmen ist durch sein Engagement für Produktqualität und Umweltschutz international bekannt; es hat bis dato bereits über 82 Millionen Dollar in Geld- und Sachspenden geleistet.

Foto von: Patagonia

Wie würdet ihr die neue FT Surf- und Swimwear-Kollektion beschreiben?

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Lösungen für die Umweltkrise. Dazu zählt die Entwicklung neuer Materialien, die die Umwelt am wenigsten belasten. Unsere Wetsuits zum Beispiel sind nicht aus Neopren, sondern aus Yulex, ein FSC-zertifizierter, natürlicher Gummi und damit frei von Erdöl und schädlichen Chemikalien. Seit 2017 produzieren wir als erster Hersteller weltweit unsere gesamte Swimwear-Kollektion für Frauen und Männer in Fair Trade-zertifizierten Fabriken. Unser Ziel ist Transparenz und die Unterstützung der Arbeiter und ihrer Familien entlang der gesamten Lieferkette. Letztendlich wollen wir die Surf- und Textilindustrie verändern. Das bedeutet, dass wir für jedes Teil, das wir produzieren, einen Zuschlag zahlen, mit dem die Arbeiter ihren Lebensstandard verbessern können. Für die Zertifizierung müssen die Fabriken strenge Kriterien in Punkto sichere Arbeitsbedingungen und umweltpolitische Verantwortung erfüllen. Fair Trade gibt dem Endkonsumenten die Möglichkeit, sich über die Herkunft seines Produkts zu informieren und verhindert, dass Arbeiter in Billiglohnländern ausgebeutet werden und unter äußerst schlechten Bedingungen arbeiten. Neben der sozialen Verantwortung für die Arbeiter legt Patagonia einen starken Fokus auf den Einsatz recycelter Stoffe wie Nylon und Polyester in der gesamten Surf- und Swimwear-Kollektion.

Wo produziert Patagonia seine Schwimmbekleidung und welchen Qualitätsstandards unterliegt die Produktion?

Die meisten Fair Trade-zertifizierten Textilfabriken befinden sich in Asien. Patagonia ist der erste Bekleidungshersteller, der Fair Trade zu Fabriken in Mexico und den Vereinigten Staaten gebracht hat. In diesem Frühjahr haben wir außerdem noch zertifizierte Fabriken in Kolumbien und Vietnam hinzugenommen; im Herbst werden weitere in Thailand und Nicaragua folgen.

Durch unserer Teilnahme am Fair Trade Programm verdienten die Arbeiter, die Patagonia Bekleidung herstellen, im Zeitraum zwischen Herbst 2014 und Februar 2017 zusätzliche 833.000 Dollar. Mitarbeiter bei Nature USA in Los Angeles stimmten ab, dass sie ihre Anteile, die sechs Arbeitstagen entsprachen, als Bonus auszahlen lassen. Mit diesem Bonus zahlten sie zum Beispiel die Krankenvorsorge und Studiengebühren ihrer Kinder. Die Arbeitnehmer bei Hirdaramani in Sri Lanka investierten ihre Anteile in eine Kindertagesstätte, um eine kostenlose Kinderbetreuung zu bekommen, in die Einführung eines Gesundheits- und Hygieneprogramms und bezahlten Damenbinden und Unterwäsche zur Verbesserung der individuellen Hygiene. Die Arbeiter bei MAS Leisureline, auch in Sri Lanka, entschieden sich für Rabattgutscheine für Supermärkte, von denen sie sich Lebensmittel, Medizin, Toilettenartikel und andere persönliche Gegenstände kaufen können. (Diese indirekten Leistungen belaufen sich auf ein Halbmonatsgehalt der Arbeiter.)

Foto von: Patagonia

Was sind die Trends in der Surf- und Swimwear?

Alle Patagonia Produkte sind darauf ausgelegt, funktionell und qualitativ hochwertig zu sein sowie den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Das bedeutet den Einsatz der besten Materialien, die den geringsten Schaden verursachen. Der Nano Grip Bikini für Frauen beispielsweise besitzt eine Innenseite aus innovativer Mikrofaser, damit er bei Nässe optimal am Körper haftet. Die knapp geschnittene Bikini-Hose sorgt für weniger Wasserwiderstand und einen sicheren Sitz beim Surfen. Das Produkt wird aus recyceltem Polyester hergestellt und digital bedruckt, um Abfallmengen zu verringern. Die Stretch Planing Board Shorts für Männer ist leicht und schnell trocknend – für beste Performance beim Surfen. Die Hose kommt mit einem UV-Schutz von 50+ und einem hochfunktionellen, mechanischen 2-Wege-Stretch. Andere wichtige Features, die wir bei all unseren Board Short Styles bieten: selbstentleerende Taschen, Korrosionsbeständigkeit, recycelbare Plastikzipper, Schlüsselschlaufen, nahtfreies Design, um Wundscheuern zu vermeiden und eine Tasche, die zugleich als Packbeutel dient.

Das Design der Surf- und Swimwear-Kollektion für den Frühling/Sommer 2017 zeigt farbenfrohe Prints und einfache, symmetrische Designs. Die Kunden können zwischen auffallenden und dezenteren Farben wählen. Hier werden keine kurzfristigen Trends verfolgt, die Produkte sollen auch in den nächsten Saisons immer noch gut aussehen. Das geht zurück auf unsere grundlegende Überzeugung, dass die Konsumenten nur das kaufen sollen, was sie auch wirklich brauchen. Sie sollen hochwertige Bekleidung kaufen, die lange Zeit genutzt werden kann.

 

www.patagonia.com