Don’t destroy what you came to enjoy!

Wähle riff freundliche Sonnencreme zum Schutz der Meere!

Sobald die Temperaturen steigen, packen wir die Sonnencreme aus und schmieren und großzügig ein – lieber zu viel als zuwenig ist hier die Devise, man will ja bloß keinen Sonnenbrand bekommen. Vor allem vor einer langen Surfsession wird der Sonnenschutz großflächig aufgetragen. Aber genau das schadet dem Meer – zumindest wenn man herkömmliche Sonnencreme verwendet. Das Thema war 2018  groß in den Schlagzeilen, als Hawaii herkömmliche, also chemische Sonnencreme verboten hat und öffnete hoffentlich vielen Menschen die Augen. Da wir als Surferinnen viel Zeit in der Sonne und im Ozean verbringen, wollen wir aber noch mal eingehen, weshalb wir eine Sonnencreme zum Schutz der Meere verwenden sollten:

Die Hälfte der weltweiten Korallenriffe ist tot. Laut Wissenschaftlern könnten bis 2050 sogar alle verschwunden sein. Die einst farbenfrohen und von bunten Fischen wimmelnden Naturwunder bleichen in verheerenden und beispiellosen Mengen aus. Globale Erwärmung, Plastikverschmutzung und chemische Verschmutzung sind die Hauptursachen der Zerstörung, aber ein anderer Mittäter ist Sonnencreme.

Roxy Gewinnspiel FidschiFoto von: Roxy, Ryan Heywood

Sonnencreme schadet dem Meer

Jedes Jahr landen 14.000 Tonnen Sonnecreme im Ozean, denn die Cremes lösen sich beim Baden und Duschen von der Haut – das kann man oft an einem Schmierfilm an der Wasseroberfläche sehen – und gelangen direkt oder durchs Abwassersystem ins Meer. Vor allem zwei chemische UV-Filter, die in den meisten Sonnencremes enthalten sind, können nach Ansicht von Wissenschaftlern die Korallenriffe schädigen:

Octinoxat und Oxybenzon. Eine Studie aus dem Jahr 2015 ergab, dass nur eine winzige Menge an Oxybenzon-haltigem Sonnenschutzmittel erforderlich ist (dies entspricht einem Tropfen Wasser in viereinhalb olympischen Schwimmbecken), um ein Korallenriff ernsthaft zu schädigen.

Wenn diese Stoffe so gefährlich für die Korallen und Fische sind, haben sie natürlich auch einen Einfluss auf unsere Gesundheit, oder? Ja, denn Wissenschaftler fanden heraus, dass Octinoxat und Oxybenzon unsere Gesundheit und unseren Hormonhaushalt beeinflussen sowie Krebs auslösen können.

Roxy Gewinnspiel FidschiFoto von: Roxy

Die Lösung: mineralische Sonnencreme zum Schutz der Meere

Zum Glück gibt es aber zahlreiche Alternativen an Sonnencremes, die mineralisch wirken und ohne giftige Zusatzstoffe auskommen. Diese sind zwar teuerer als herkömmliche Cremes, ihr Geld aber wert. Denn wer möchte schon wissentlich seiner Gesundheit und den Weltmeeren schaden?

Viele Sonnencremes speziell für Surfer wie z.B. Swox schützen auf mineralische Weise mit Zink. Die lassen sich schwerer verteilen, halten dafür aber umso länger im Wasser. 

Wir haben uns mir Regula Kramer vom Bio Kosmetik Store „Organic Body Care“ unterhalten, die sich bestens mit dem Thema auskennt, denn Sonnenschutz ist wichtig! Man muss nur den Richtigen wählen:

Sonnencreme zum Schutz der Meere

Kriterien von Bio-Sonnencreme

Hallo Regula, was ist der größte Unterschied zwischen einer mineralischen und herkömmlichen Sonnencreme?

Die beiden Filter-Typen unterscheiden sich einerseits in ihrer Wirkungsweise und andererseits auch bezüglich ihrer (Neben-)Wirkung auf Menschen, Tiere und ganze Ökosysteme.

Was genau ist an der herkömmlichen Sonnencreme so schädlich? Welche Inhaltsstoffe sind für die Ozeane/Riffe und auch uns Menschen so schädlich?

Problematisch sind insbesondere die chemischen Sonnenschutzfilter in herkömmlicher Sonnencreme sowie auch gewisse weitere Inhaltsstoffe wie z.B. bedenkliche Konservierungsstoffe.

Chemische UV-Filter gefährden die Korallenriffe, sind hormonaktiv, lösen Allergien aus und können krebsfördernd wirken. Sie sind schwer abbaubar und setzen sich in der Nahrungskette fest. Es ist nachgewiesen, dass selbst geringe Konzentrationen der chemischen UV-Filter genügen, um die DNA der Korallen zu schädigen und um sie auszubleichen. Laborversuche haben zudem gezeigt, dass praktisch alle der gängigen, synthetischen UV-Filter hormonaktiv in Säugetieren und Fischen wirken.

Synthetische Filter sind auch für viele Menschen ein Problem, weil sie allergisch darauf reagieren und sie das Krebsrisiko erhöhen können. Chemische UV-Filter wurden als Rückstände nicht nur in der Umwelt, in Gewässern und in Fischen, sondern übrigens auch in der Muttermilch nachgewiesen. Dabei waren die maximalen Konzentrationen eines östrogenen UV-Filters in der Frauenmilch nur rund zehnmal tiefer als die Konzentration in der Milch von Rattenmüttern, deren Jungtiere Entwicklungsstörungen an Fortpflanzungsorganen und Gehirn aufwiesen. Der Sicherheitsabstand sollte mindestens einen Faktor hundert betragen.

Zum Glück gibt es Sonnenschutzprodukte, die gänzlich ohne solche heiklen Substanzen auskommen und zudem gerade im Wasser teilweise länger schützen.

Mineralische Sonnencreme für alle!

Auf was muss man bei der Wahl der Sonnencreme achten?

Ich empfehle mineralische Sonnencreme ohne synthetische Inhaltsstoffe. Idealerweise basiert sie auf pflanzlichen Extrakten und Ölen, welche den natürlichen Schutz und die Befeuchtung der Haut unterstützen.

Auch natürlich beworbene Sonnenschutzprodukte können chemische Filter enthalten. Beim Kauf von Sonnenschutzprodukten ist es daher wichtig die Liste der Inhaltsstoffe, die sogenannten INCI, durchzugehen. Chemische UV-Filter sind an den folgenden Bezeichnungen zu erkennen:

  • Octocrylene
  • Methylbenzylidene Camphor (4-MBC)
  • Octyl Mehtoxycinnamat (OMC)
  • Ethylhexyl Methoxycinnamate (EHMC)
  • Benzophenon (-3, -4, -5)
  • Oxybenzone (Benzophenon-3)

Die INCI zu prüfen ist wichtig, weil auf der Verpackung jeweils nur auf die positiven Inhaltsstoffe hingewiesen wird, z.B. „with organic ingredients“. Dies schließt die Verwendung von umstrittenen Inhaltsstoffen leider nicht aus. Auch Produkte mit mineralischen Filtern können bedenkliche Inhaltsstoffe wie z.B. Parabene zur Konservierung oder Nanopartikel enthalten.

Es gibt ja einige verschiedene BIO Sonnencremen auf dem Markt, gibt es dennoch Unterschiede zwischen ihnen?

Sie unterscheiden sich bezüglich der Qualität der Inhaltsstoffe, in der Konsistenz und bei der Zusammensetzung bzw. der Dosierung der beiden mineralischen Sonnenschutzfilter Zinkoxid und Titandioxid. BIO Sonnencreme oder natürliche Sonnencreme sind keine geschützten Begriffe. Daher lohnt sich ein Blick auf die INCI-Liste oder der Kauf von zertifizierter Naturkosmetik.

In Hawaii wurde herkömmliche Sonnencreme bereits verboten, wäre so ein Verbot weltweit sinnvoll?

Ich befürworte das grundsätzlich. Wenn wir Konsumentinnen und Konsumenten einfach keine herkömmliche Sonnencreme mehr kaufen und verwenden, können wir aber sofort verhindern, dass weitere heikle Subtanzen in die Meere, das Grundwasser, die Böden und in uns gelangen. Meiner Meinung nach gibt es keinen guten Grund, die herkömmlichen Sonnenschutzprodukte zu verwenden. Es gibt alternative Sonnenschutzprodukte, die a) effektiver als die herkömmlichen und b) für Mensch und Natur unbedenklich sind.

Gibt es Alternativen zu Sonnencreme?

Am und im Meer bieten Bade-Shirts bzw. ein Surfanzug mit einem UV-Schutz für den Körper den besten Schutz. Im Gegenteil zu Sonnencreme kann sich da der UV-Schutz weder abwaschen noch rausschwitzen. Im Gesicht, an den Händen und Füßen kommt man um Zink bzw. Sonnencreme jedoch nicht herum.

Neu: Die Bio-Sonnencreme von Swox:

Sunscreen Mineral Cream LSF 50

Die langanhaltende Sonnencreme für Sportler kommt mit hohem Lichtschutzfaktor und biologischen Zutaten für einen sanften, pflegenden Schutz vor sonnenbedingten Hautschäden. Angereichert mit Argan- und Sojaöl sowie Vitamin E für antioxidative Pflege, sowie mit pflegender Sheabutter und Aloe Vera sorgt sie gleichzeitig für Feuchtigkeit.

Die neue Mineral Cream punktet vor allem auch mit einem hohen UVA Schutz, der bei mineralischen Sonnencremes häufig zu gering ist. Dank einer speziellen Beschichtung der Partikel wird eine bis zu fünffach stärkere Reflexion gegenüber „normalen“ mine­ralischen Filtern erreicht. Die mineralische Creme ist übrigens auch sehr gut für Babyhaut (ab1+) geeignet

• Nein: • Mikroplastik • Nanopartikel • Duftstoffe • Schädliche Filter • Fettfilm

  • Ja: 100% natürliche Aktivzutaten • Reef-safe • Hypoallergen • Bio

Mineral Stick SPF 50

Neu von Swox gibt es jetzt auch einen praktischen Sonnencreme-Stick mit einer reichhaltigen und cremigen Textur für maximale Abdeckung und Schutz. Dank seiner extrem schützenden Bio-Formel mit pflegendem und antioxidativem Hanfsamenöl, ist der Stick ideal für das Gesicht, Lippen, und besonders sonnenausgesetzten Hautpartien. Der Mineral Stick ist natürlich auch extra wasserfest, langanhaltend und Reef-Safe.

Mamaloha Zinc

Mamaloha Zinc

Mamaloha Zink mit Lichtschutzfaktor 50+ wirkt rein mineralisch und ist ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt. Die feste Konsistenz des bronzefarbenen Zinks sorgt dafür, dass du bei ausgiebigen Surfsessions unter tropischer Sonne bestens vor den schädlichen UV Strahlen geschützt bist. Gleichzeitig tust du deiner Haut und dem Ozean etwas Gutes! Und für jedes verkaufte Produkt wird ein Baum gepflanzt (onetreeplanted.org). Die praktische kleine Dose ist auch perfekt fürs Reisen…

Erhältllich im Pretty Ride Store.