Das Freestyle-Backcountry-Event speziell für Frauen

 

Tief verschneite Wälder, steile Spines und kreative Lines im Backcountry – im kanadischen Nelson trafen sich Anfang März fünfzehn Snowboarderinnen aus der ganzen Welt, um beim Research & Development Snowboard Event ihre Vision von Backcountry Freestyle zu zeigen. Austragungsort war das legendäre Whitewater Mountain Resort, eine Spielwiese aus natürlichem Terrain, Powder-Pillows und Felsformationen – perfekt, um Kreativität, Mut und Style zu verbinden.

Mit dabei: eine internationale Crew aus Riderinnen wie Estelle Pensiero, Egan Wint, Katie Kennedy, Ellery Manning, Amelia “Billy” Pelchat, Enni Rukajärvi, Marissa Krawczak, Celia Petrig, Stefi Luxton, Ellie Weiler, Yuka Fujimori, Eva van Vugt, Maria Hidalgo, Audrey Doan und die olympische Wildcard Juliette Pelchat.

Organisiert wurde das Event von Freeride-Ikone Robin Van Gyn. Ihre Mission ist klar: mehr Frauen ins Backcountry bringen und ihnen die Bühne und das Spotlight geben, das die jungen Fahrerinnen verdienen.

RnD 2026 Freestyle Backcountry
Foto: Erin Hogue

Mehr als ein Contest

 

RnD ist kein klassischer Snowboard-Contest, das Format kombiniert drei Filmtage mit einem Contest-Tag. Die Bewertung spiegelt genau diese Mischung wider: 70 Prozent zählen für den besten Contest-Run, 30 Prozent für den stärksten gefilmten Clip.

Das verändert alles. Denn Backcountry Freestyle besteht nicht nur aus einem perfekten Run. Es geht um Line-Choice, Kreativität, Timing und darum, mit den Bedingungen zu arbeiten. Die Riderinnen starten früh am Morgen, wenn das Terrain im Schatten liegt und das Licht noch weich über den Hängen steht. Mal scheint die Sonne, mal zieht Nebel auf, manchmal beginnt es wieder zu schneien. Gemeinsam werden Lines gescoutet, Features gebaut und Spots diskutiert. Dann heißt es warten – auf das richtige Licht, auf den perfekten Moment, auf den einen Run, den Fotografinnen und Filmerinnen dann festhalten. In der Realität müssten Snowboarderinnen für solche Aufnahmen oft selbst ins Backcountry hiken, Spots finden, Kicker bauen und zusätzlich Fotograf:innen und Filmer:innen organisieren. Bei RnD passiert all das an einem Ort. Das Ergebnis: nicht nur Punkte für den Contest, sondern auch echtes Filmmaterial – Bilder und Videos, die zeigen, wie stark Frauen im Backcountry Freestyle unterwegs sind.

Schau dir den Recap auf RedBull Tv an:

Die Gewinnerinnen von RnD 2026

 

Am Ende der Woche wurde es ernst. Der Contest Day entschied, wer sich die begehrten Plätze für die nächste Runde sichert – denn die besten drei Riderinnen qualifizieren sich für die Natural Selection Tour.

  1. Platz: Amelia “Billy” Pelchat

Mit einem selbstbewussten Run durch das komplexe Terrain der sogenannten „Oreo“-Line setzte sich Amelia “Billy” Pelchat an die Spitze. Sie droppte eine massive Spine, verband mehrere Features miteinander. Ihr Riding wirkte kontrolliert, kreativ und gleichzeitig absolut kompromisslos. Auch während der Filmtage sammelte sie starke Clips – besonders ihr Cab 5 tauchte immer wieder auf und zeigte, wie konstant sie unterwegs war.

Ihr Gewinn: 10.000 Dollar Preisgeld und ein direkter Spot bei der Natural Selection Tour.

  1. Platz: Yuka Fujimori

Yuka Fujimori qualifizierte sich über „The Draft“, einen Online-Video-Contest für japanische Riderinnen in Zusammenarbeit mit Arc’teryx und YETI. Am Contest Day wählte sie eine technische Line über eine steile Felszone, mit einen riesigen Drop, anschließend zeigte sie eineb Half Cab über den ersten Jump und ein Backside 7 über den finalen Kicker. Den letzten Trick konnte sie zwar nicht ganz stehen, aber ihre Runs zeigten eindrucksvoll, dass sie große Features im Backcountry mit Style fahren kann. Damit sicherte sie sich Platz zwei und ebenfalls ein Ticket zur Natural Selection Tour.

Snowboarderin Billy Pelchat beim RnD 2026
  1. Platz: Katie Kennedy

Katie Kennedy überzeugte nicht nur im Contest – sondern vor allem während der Filmtage. Über drei Tage hinweg sammelte sie so viel Material, dass daraus praktisch ein kompletter Video-Part entstand. Spines, Frontside 3s und kreative Lines – alles verbunden mit Fokus und Flow. Am Ende bedeutete das Platz drei und damit auch den Nachrücker-Platz für die Natural Selection Tour.

Awards, Community und Filmnächte

RnD wäre nicht RnD ohne eine Portion Humor und Community-Spirit. Neben den Podiumsplätzen gab es deshalb auch einige besondere Auszeichnungen.

Der „Best Tomahawk Award“ ging z.B. an Ellie Weiler – für den ersten spektakulären Sturz des Events. Der „Mountain Monkey Award“ ehrte Marissa Krawczak für ihre riesigen Lines. Der „J.K. Approved Award“ (benannt nach Snowboard-Legende Jeff Keenan) ging an Stefi Luxton für ihr sauberes, kontrolliertes Riding. Und Eva van Vugt erhielt den „Seal Team Sender Award“ für kompromisslose Full-Send-Moves.

RnD 2026
Foto: Erin Hogue

Mehr female Backcountry-Action findest du hier: 

Golden Ride Magazin

Better togehter

Powder-Sprays, Berg-Abenteuer und eine Portion Fernweh: Unsere neue Snow-Ausgabe entführt dich ins Winter-Wonderland – auf dem Snowboard, auf Ski und im Wasser. Zum ersten Mal haben wir auch Ski-Content im Magazin – weil Freiheit und Freeriden nicht aufs Snowboard limitiert sind. Wir teilen dieselbe Leidenschaft für Abenteuer – und nun auch ein Magazin voller spannender und inspirierender Geschichten rund um Freeride, Freestyle und das gute Leben!