Das Biketyp-Quiz des Home of Trails schickt Andi und Sofia in verschiedene Gebiete

„Home of Trails“ – zwischen den imposanten Gipfeln Graubündens zieht sich ein unendliches Netz aus Singletrails jeder Art – denn jeder Weg darf in Graubünden auch mit dem Mountainbike gefahren werden. Eine ungewohnte Freiheit, an die man sich aber schnell gewöhnt und die ein schier endloses Terrain erschließt. Gemischt mit zahlreichen Bikeparks, Postkarten-Idylle, hochalpinen Passagen, flowigen Waldwegen, charmanten Dörfer und perfekter Infrastruktur wird so der größte Bergkanton der Schweiz schnell zum liebsten MTB-Kanton von allen.

Die Vielfalt von Graubünden, dem „Home of Trails“, erkundeten auch die zwei Mountainbikerinnen Andi und Sofia Wiedenroth nachdem sie das Biketyp-Quiz von Graubünden gemacht hatten – und endeten in zwei unterschiedlichen Ecken. Andi liebt flowige, naturbelassene Trails und so zog sie es ins Engadin, während Sofia, eine der erfolgreichsten deutschen Mountainbikerinnen mit Weltcup‑Podien, WM‑Erlebnissen und einem Weltmeistertitel im E‑Mountainbike‑XC, das Bike Kingdom mit Arosa, Lenzerheide und Chur als Spielwiese für sich entdeckte.

Mountainbikerin in Graubünden

Sofia genießt den Ausblick auf’s Bike Kingdom

Hallo ihr beiden, wie würdet ihr eure Beziehung zum Mountainbiken beschreiben: Ist es eher eine große Liebe, eine lange Freundschaft oder eine wilde Affäre?

Andi: Es ist die große Liebe, die mir alle Sorgen nehmen kann, aber mit der ich auch mal nen ordentlich Streit habe. Aber am Ende weiß man, dass alles gut wird!
Sofia: Definitiv die große Liebe – es begleitet mich schon seit meiner Kindheit und macht mir jeden Tag wahnsinnig viel Spaß.

Wenn ihr euren Bike-Typ beschreiben müsstet: Wie würdet ihr euch selbst auf dem Bike charakterisieren?

Andi: Unbesorgt, ich will einfach Spaß haben!
Sofia: Ich mag das Adrenalin, die Geschwindigkeit und das Wilde im Mountainbiken. Abenteuerlich unterwegs sein, schnelle und anspruchsvolle Trails fahren – das ist mein Ding.

Ihr habt das Biketyp-Quiz des Home of Trails Graubünden gemacht. Was kam bei euch raus?

Andi: Abenteuerin im Engadin
Sofia: Bike-a-holic im Bike Kingdom

Mountainbikerin in Graubünden

Andi erkundet die Trails im Engadin

Welche Art von Trails bringen euch am meisten zum Grinsen – flowige Lines, technische Abfahrten oder verspielte Waldtrails?

Andi: Ich mag naturbelassene Enduro-Trails, die auch mal sehr schnell und gern auch technisch anspruchsvoll sein können! Trails, auf denen man viel zu entdecken hat.
Sofia: Ich liebe Wurzel-Trails im Wald, gerne etwas rough, aber auch schnell. Eng und verblockt ist dagegen nicht so mein Fall.

Ihr wart letztes Jahr in Graubünden unterwegs – wo genau? Und wie lange wart ihr dort? Seid ihr dem Ergebnis des Quiz gefolgt?

Andi: Ja, ich war im Juli drei Tage im Engadin – viel zu kurz, haha!
Sofia:  Das Quiz hat mir das Bike Kingdom vorgeschlagen – dort war ich vier Tage unterwegs. Ich kannte zuvor nur den Bikepark Lenzerheide und fand es super, dass ich mal Zeit hatte, die anderen Bergseiten auszukundschaften. Besonders überrascht war ich von Scalottas und Arosa und den Trails runter nach Chur – und wie alles miteinander verknüpft ist.

Mountainbiken in Graubünden
Mountainbikerin im Zug nach Graubünden
Mountainbiken in Graubünden

Die Trails in Graubünden 

Was hat euch im Home of Trails Graubünden besonders beeindruckt – Landschaft, Trail-Vielfalt, Infrastruktur oder etwas ganz anderes?

Andi: Die Menschen im Engadin waren so herzlich. Sie lieben Biken so sehr wie wir und haben uns die local Trails gezeigt. Die Trails selbst sind schnell, technisch und mit mega schönen Ausblicken.
Sofia: Ich finde die Abwechslung und die schiere Größe des Bike Kingdoms beeindruckend. Auch die hochalpinen Trails, die man sich mit Wanderern teilt – als Deutsche denkt man erstmal, man dürfe die Trails gar nicht fahren, haha.

Welche Trails sollte man unbedingt fahren?

Andi: Die ganze Top to Bottom 2.0 Tour – die ist der absolute Hammer.
Sofia: Ich würde auf jeden Fall einmal die große Runde empfehlen – von unten in Chur, nach Lenzerheide, aufs Rothorn, über den Dark Side of the Moon runter nach Arosa und wieder zurück nach Chur – die Runde ist wahnsinnig umfangreich, aber gut an einem Tag fahrbar.

Habt ihr einen Lieblingsort für Kaffee oder Kuchen nach der Tour entdeckt?

Andi: Ich weiß leider nicht mehr, wie es hieß, aber das war in Poschiavo.
Sofia: In Lenzerheide gibt es viele urige Berghütten direkt an den Trails. Besonders süß war die kleine Hütte Alp Fops auf der Scalottas-Seite – richtig idyllisch und wenig los.

Mountainbikerin in Graubünden
Mountainbikerin in Graubünden
Mountainbikerin in Graubünden

Habt ihr Tipps für die Anreise oder die Planung eines Bike-Trips in Graubünden?

Andi: Nehmt genug Zeit mit und schaut euch die Highlight-Touren an!
Sofia: Man kann das Bike Kingdom super mit dem Bus erreichen. Von Chur aus fährt regelmäßig das Postauto, das auch im Ticket inkludiert ist, so dass man kein Auto benötigt.

Gab es auf eurem Trip in Graubünden einen Moment, bei dem ihr kurz stehen geblieben seid und dachtet: Genau deswegen liebe ich Mountainbiken?

Andi: Als wir einen Almabtrieb erlebt haben! Man ist draußen in der Natur und erlebt einfach Sachen, die man sonst selten mitbekommt.
Sofia: Das Panorama auf dem Rothorn ist wirklich beeindruckend. Wenn man dort oben steht und weiß, dass man das gleich alles runterfährt, ist das schon ein superschönes Gefühl.

Jeder Trip hat seine kleinen Geschichten! Gab es eine Panne, einen Umweg oder einen lustigen Moment, der euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Andi: Eine Kuh ist beim Almabtrieb auf eine befahrene Straße gelaufen, fünf Hirten haben versucht, sie einzufangen, dazwischen noch ein Hütehund – das war ein witziger Anblick.
Sofia: Es gab nur am ersten Tag eine kleine Panne: Der Filmer, der am ersten Tag im Bikepark dabei war, saß nicht ganz so sicher auf dem MTB und ist von einem Northshore gefallen – aber es ist zum Glück nichts passiert.

Mountainbikerin in Graubünden

6 Gründe für Bikeurlaub im Home of Trails Graubünden

  • Alles fahrbar: Home of Trails ist kein Marketing-Gag – Graubünden ist ein wahres Singletrail-Paradies. Denn: Fast jeder Weg ist für Mountainbike-Fans offen.
  • Willkommenskultur: In Graubünden gibts eine rege Community an bikenden Locals – allen voran Mountainbike-Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister Nino Schurter. Hier wird Mountainbiker:innen der rote Trail ausgerollt.
  • Trail-Toleranz: In Graubünden wird das friedliche Miteinander auf den Trails gelebt – frei nach dem Motto «Fairtrail».
  • Natur pur: 150 Täler, 937 Berggipfel und 1‘038 Bergseen bilden die traumhafte Kulisse für unvergessliche Biketouren.
  • Vielseitigkeit: Hochalpine Wege oder Flowtrails? Enduro-Mekka oder Marathon? Ursprünglich oder mondän? Im Home of Trails finden alle das passende Bikerevier.
  • Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Rhätische Bahn und Postauto transportieren Mountainbiker:innen und ihre Bikes bis ins hinterste Dorf – und zwar in enger Taktung. Spontane Tourenplanung in Einklang mit Nachhaltigkeit.

 

Gut zu wissen: Reisezeit, Anreise und übernachten

• Beste Reisezeit: Juli bis Anfang Oktober. Im Juli kann es oberhalb von 2.000 m noch Schnee geben – die meisten Bergbahnen öffnen ihr volles Angebot erst im Laufe des Julis.

• Anreise & Transfer: Über 29.000 km Bahn-, Bus- und Schiffsverbindungen machen es einfach, Bike und ÖV zu kombinieren.

• Unterkunft: Viele Regionen haben spezialisierte Bike-Hotels mit Bike-Wash, Werkstatt und geführten Touren. Und: In einigen Regionen gibt’s ab einer Übernachtung in einem Bikehotel kostenlos das Bergbahnticket dazu. Camping ist auch nicht teurer als z.B. in Österreich.

Mountainbikerin in Graubünden

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