Robin Van Gyn über Depth Perception und ihre Erlebisse beim Filmen

Diese Woche fand in München die Premiere des neuen Travis Rice Streifen ‘Depth Perception’ statt. Neben Travis, Bryan Fox und Austin Sweetin können wir uns vor allem über Robin Van Gyn freuen. Als einzige Frau in dem Streifen hält sie die Fahne hoch und zeigt, dass sie den Jungs in Nichts nachsteht. Wir haben uns mit ihr über den Film unterhalten…

Hi Robin, wie geht es dir? Wie war deine Trip bisher? Wo warst du denn schon überall?

Danke, mir geht’s großartig. Ich war ein bisschen in Frankreich, die Sonne und den Strand genießen, bevor die Saison wieder startet. Ich habe ein bisschen Zeit mit der Roxy Surf Crew verbracht, um ein paar Tipps und Inspirationen zu bekommen… aber es gab dann doch recht viele Waschgänge.

Du warst ja eben für die Depth Perception Premiere in München. Das ist unsere Heimat. Ist das dein erstes Mal hier? Wie gefällt es dir? Wie war das Surfen?

Ich war vor sieben Jahren bei der  Peep Show Films Tour schon einmal hier. Es war Halloween und die Party war sehr witzig. Auch dieses Mal hatte ich wieder ähnliche Erlebnisse, nur in irgendeinem Irish Pub mit Karaoke – sehr witzig! In München kann man definitiv Spaß haben. Das Surfen war wesentlich schwerer als erwartet. Am Anfang habe ich einen Slam nach dem anderen hingelegt, aber gegen Ende wurde es dann besser. Travis hat natürlich sofort eine gute Figur gemacht.

Foto von: Andrew Miller

Die meisten unsere Leser haben Depth Perception noch nicht gesehen. Was können wir erwarten?

Depth Perception ist anderes als die anderen Snowboard-Filme, was mal ganz erfrischend ist, und er ist definitiv anders als jeder Film den Travis zuvor gemacht hat. Es ist ein Mix aus Storytelling, der Geschichte der Natur, Komödie und natürlich wahnsinns Snowboarding. Du bekommst einfach Lust auf einen Powdertag mit deinen Freunden.

Foto von: Andrew Miller
Foto von: Andrew Miller

Wie kam es, dass du ein Filmprojekt mit Travis gestartet hast? Hat er einfach angerufen?

Es war in Baldface und er hat mich sehr ernst gefragt, ob ich nicht Lust hätte im Winter ein paar Wochen mit ihm zu filmen. Ich war super nervös, habe geschwitzt und nur „Duh“ gestottert.

Du warst die einzige Frau unterwegs mit drei Männern. Wie war das?

Es war auf jeden Fall anders, aber eine tolle Erfahrung. Es hat mich gepusht größere und bessere Dinge zu tun. Das Selbstvertrauen ist auch ganz anders. Als ich mit den Mädels unterwegs war, war es mir egal wenn ich zig Mal gestürzt bin. Ich habe einfach darüber gelacht. Hier war ich nicht so selbstbewusst, ich habe einfach versucht, nicht hinzufallen. Aber gegen Ende habe ich meinen Rhythmus gefunden und es war einfach ein wahnsinnig tolles Erlebnis mit den Jungs zu filmen. Sie unterstützen einen so sehr.

Du hattest ja auch das Glück mit deiner besseren Hälfte, Austin Sweetin, Reisen und Snowboarden zu gehen. Wie war es denn mit deinem Freund zu filmen?

Das war das Beste, was ich mir hätten Wünschen können. In jeder anderen Beziehung gab es immer Probleme, weil ich immer unterwegs und am Reisen war. Die Gelegenheit das zusammen zu tun ist unglaublich. Gut, dass wir nicht so schnell genervt von einander sind. Er ist wirklich mein allerliebster Shred-Buddy.

Foto von: Andrew Miller

Ihr hattet da wirklich ein paar Faces die ganz schön steil und sketchy waren. Wie war das für dich?

Ich konnte sie alle gut managen. Es geht nur um die Navigation, mit einem Plan in das Face zu fahren und zu wissen, wo die Ausgänge sind. Aber ja, manche waren schon einschüchternd, aber dadurch fühle ich mich lebendig!

Was war das beste und schlimmste Erlebnis beim Filmen?

Das Beste waren die Schneebedingungen. Ich hatte noch nie in meinem Leben so einen Powder in so einem tollen Gebiet. Das ganze Areal ist ein endloser Spielplatz für Snowboarder. Das Schlimmste war das Warten – tagelanges Warten auf besseres Wetter, damit wir endlich wieder raus konnten. Es war eine echte Qual zu wissen wie gut es da draußen ist und trotzdem warten zu müssen, bis die Wolken weg sind, damit wir fliegen konnten.

Foto von: Andrew Miller
Foto von: Andrew Miller

Die letzten paar Saisons hast du mit den Full Moon Girls gefilmt. Wie war der Unterschied für Depth Perception zu Filmen?

Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit Full Moon zu Filmen war eigentlich nur eine Sequenz von lustigen Ereignissen mit meinen Freunden, die am Schluss zu einem Film wurden. In diesem Szenario war das Selbstvertrauen extrem hoch, und es gab eigentlich nichts, was uns einschüchterte. Davor hatte ich noch nicht wirklich mit Jungs gefilmt und es war schon eine Umstellung. Aber sie haben mich sehr unterstützt und wir hatten einen riesen Spaß. Wir reden viel über die Dinge die wir machen wollen – und es ist natürlich einfacher, wenn die Kommunikation stimmt. Ich würde gerne wieder mit einer Männer Crew filmen, nur um zu sehen wie sehr ich meine Limits noch pushen kann.

Foto von: Andrew Miller

Wo wir schon bei Full Moon sind. Wir brauchen definitiv einen neuen All Girls Streifen. Ist da was in Planung? Können wir uns auf ein neues Full Moon Projekt freuen?

Ooo…da bin ich mir nicht sicher. Ich hoffe es, aber wir müssen die ganze Bande wieder zusammen kriegen um das zu tun, und leider haben alle ihre eigenen Projekte. Da muss schon alle wirklich gut laufen, damit das klappt…

Und was sind deine Pläne für diesen Winter?

Ich müsste dich töten, wenn ich das verrate…