Wer träumt nicht davon Arbeiten und ein Leben am Meer zu vereinen. Alle Sorgen über Bord werfen und eine neues Leben am Meer beginnen – zumindest während der kalten Wintermonate in Deutschland. Vor sieben Jahren entdeckte Steffi ganz zufällig Yoga und verliebte sich sofort.  Seitdem ist es ein wichtiger Teil in ihrem Leben. Ihre Leidenschaft zum Surfen führte sie vor ein paar Jahren nach Sri Lanka und aktuell gibt sie Stunden beim Roxy Girls Surf Workout in Stuttgart.

Hi Steffi, wie kam es dazu, dass du Surf-Yogalehrerin wurdest? Welche Ausbildung hast du? 

Ich habe mein 200 Stunden Teacher Training 2013 bei Inside Yoga in Frankfurt gemacht. Noch im gleichen Jahr, habe ich meine Zelte zuhause abgebrochen und bin für ein halbes Jahr nach Sri Lanka, um dort meiner Leidenschaft – dem Surfen – nachzugehen. Yoga ist dort sehr gefragt und so kam es, dass ich ohne viel Aufwand sehr schnell an Yogajobs in verschiedenen Hotels und Surfcamps kam.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus? 

Das ist total unterschiedlich. Ich spreche mich mit den Surf Yogis in den Hotels und Surfcamps ab und je nach Forecast legen wir die Yogasession entweder in die „Mittagspause“ oder auch mal zum Sonnenaufgang. Ich liebe es jedoch auch abends eine entspannte Yin Yogasession zu geben. Grundsätzlich entscheide ich selbst, wann, wo und wie oft ich Yoga unterrichte. Ich achte immer darauf, dass ich genug Zeit für mindestens eine entspannte Surfsession am Tag habe.

Wie findet man einen Job als Yoga-Lehrerin im Surfcamp? Kontakte oder einfach Selbstinitiative?

Selbstinitiative ist sehr wichtig. Kontakte machen das Ganze natürlich einfacher. Einfach Augen und Ohren offen halten und mit Leuten quatschen. Hilfreich ist es auch in verschiedenen Surfcamps anzufragen. Und: Niemals aufgeben!;)

Was ist das Beste an deinem Job und was sind die schlechten Seiten?

Die Freiheit, die mir dieser Beruf schenkt und die positive Rückmeldung meiner Yogaschüler geben mir sehr viel. Yoga zu unterrichten ermöglicht es mir, anderen zu helfen, sich wohlzufühlen und glücklich zu sein. Ich habe sehr viel Spielraum in diesem Job, bin flexibel und kann meine Kreativität ausleben. Schlechte Seiten gibt es für mich nicht wirklich. Manchmal fehlt es mir, eine feste Yogagruppe zu haben, die ich über lange Zeit unterrichte. Es ist so schön, die Veränderungen und Fortschritte der einzelnen Yogaschüler mitzuerleben.

Wohnst du im Camp? Nervt der Campalltag manchmal?

Ich habe mal ein paar Monate in einem Camp gewohnt. Allerdings ist das nicht so mein Fall. Ich brauche meine Freiheit und meinen Rückzugsraum, mein eigenes kleines Zuhause. Twenty-four seven präsent zu sein, raubt mehr Energie als gedacht. Für eine kurze Zeit finde ich es ok. Aber ich denke das ist typbedingt.

Was kam zuerst – Surfen oder Yoga?

Surfen!

Was unterscheidet Surfyoga von normalem Yoga? Ist es anders Surfer zu unterrichten?

Yoga ist Yoga – Atmen, bewegen, lieben, eins sein, lächeln… quasi wie Surfen!

Wenn ich Surfyoga unterrichte, lege ich den Fokus darauf meinen Surfyogis die Verbindung zwischen Yoga und Surfen bewusst zu machen. Welchen Einfluss und Vorteile haben diese – ich nenne es jetzt mal Lebensphilosophien und Sportarten – aufeinander? Ich zeige meinen Teilnehmern Flows und Asanas, die sie zuhause üben können, um sich physisch und psychisch fit und gesund zu halten und um sich optimal auf den nächsten Surfurlaub vorzubereiten.

Hast du selbst noch Zeit im Wasser zu sein? Wo surfst du am liebsten?

Ich nehme mir die Zeit! Ich liebe es Yoga zu unterrichten, jedoch steht für mich an erster Stelle genug Zeit im Wasser zu verbringen. Bei mir gilt eher mit WEM surfe ich am liebsten?! Es gibt so viele wunderbare Plätze/ Surfspots so viel atemraubende Natur auf dieser Welt. Entscheidend sind für mich jedoch die Menschen, die mich im Line-up und an Land umgeben. Good vibes only!

Was hat dich dazu motiviert für mehrere Monate ans Meer zu ziehen? Wurden deine Erwartungen erfüllt?

Sommer, Surfen, Sonnenschein! Ich traf die Entscheidung, um in erster Linie mein Surfen zu verbessern und Veränderung in mein Leben zu bringen. Natürlich liegen diese kleinen fiesen Stolpersteine, die das Leben manchmal so mit sich bringt überall auf der Welt. Hinfallen, aufstehen, lächeln weitergehen… meine Erwartungen wurden erfüllt!

Hat sich deine Art zu unterrichten verändert, seid du so nah am Meer bist?

Auf jeden Fall. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, wunderbare Menschen kennengelernt, die mich gelehrt und inspiriert haben. Dies alles und vor allem die Verbundenheit zur Natur, die am Meer einfach viel präsenter und intensiver ist, hat meine Art zu unterrichten sehr geprägt.

www.monara-yoga.de