Kim selfie

Warum Kim nach Dänemark zog

Wie Surfen Kims Leben veränderte

Stöbert man durch Kims Petersens Instagram-Account (@nordlichtkim), vermutet man nicht, dass hinter den Sonne-, Surf- und Gute Laune Posts ein schwerer Schicksalsschlag verborgen liegt. Denn den widrigen Umständen zu trotz fokussiert sie sich auf die positiven Dinge im Leben und folgt auch als allein erziehende Mutter ihrem Herzen – und das schlägt im Rhythmus der Wellen.

Hallo Kim, ich habe auf Instagram gesehen, dass du mehrere Monate in Indonesien bist… Lebst du dort?

Nein, zumindest nicht Full-time. Ich verbrachte vor Corona die Winter auf Bali und reise. Ich studiere momentan online und habe über die Sommersaison 2020 in Dänemark beim Coldhawaii Boardshop gearbeitet. Da ich schon länger meine eigene Bikinibrand gründen wollte, lag es nahe, den Winter in Indonesien zu verbringen.

Die letzten Monate kümmerte ich mich dem Launch meines Brands „Shaped by the Tides“ – aber ich hatte auch Zeit für einen 12 tägigen Surf-Boattrip auf den Malediven und ein paar Wochen in Frankreich. Jetzt bin ich wieder im Coldhawaii Boardshop in Dänemark.

Wie kannst du deinen Job und Surfen verbinden? Was machst du beruflich? 

Ich studiere derzeit Lehramt in Dänemark. Das ist ein komplett digitales Studium und daher bin ich derzeit auch an keinen festen Ort gebunden. Das ermöglicht mir auch meine Winter  auf Bali.

Kim surft eine Welle

Wo bist du aufgewachsen und wann hast du deine Liebe zum Surfen entdeckt? 

Ich bin in Norddeutschland aufgewachsen, genauer gesagt in Flensburg. 2013 habe ich dann meinen ersten Surfkurs gemacht und meine Leidenschaft zum Surfen entdeckt.

Du bist auch Mutter… was hat sich dadurch für dich verändert und wie oft kommst du noch zum Surfen?

Verändert hat sich das Bewusstsein für Risiken, schließlich trage ich jetzt eine große Verantwortung für ein kleines zauberhaftes Wesen.

Ich bin alleinerziehend. Der Vater meines Sohnes verstarb leider während der Schwangerschaft. Als Alleinerziehende ist das mit dem Surfen gar nicht so einfach. Ich habe aber ganz tolle Freunde, mit denen ich mich auf Surftrips mit dem Surfen abwechsele, ansonsten macht der Kleine aber auch gerne Urlaub bei Oma und Opa.

Kim mit ihrem Surfboard auf der Straße

Wie hat Surfen dich und dein Leben verändert?

Das Surfen hat meine komplette Einstellung zum Leben verändert. Es hat mein Umweltbewusstsein gestärkt. Ich habe wahnsinnig inspirierende Menschen kennengelernt. Zu mir selbst gefunden. Meine größte Leidenschaft entwickelt. Eine Leidenschaft so groß, so dass ich versuche mein ganzes Leben danach auszurichten.

Was ist das Verrückteste, was du fürs Surfen getan hast?

Als ich noch in Kiel gewohnt habe, war an einem kalten Novembertag der Forecast für Klitmöller in Dänemark ganz gut. Ich bin dann mit einem Freund an einem Tag 4,5 Stunden nach Klitmöller gefahren. Es war echt kalt. Wir waren dann knapp 1,5 Stunden surfen und sind dann fünf Stunden nach Hause gefahren.

Was heißt Glück für dich?

Wow, das ist eine gute Frage! Glück ist für mich einfach so vieles. Zeit mit Menschen zu verbringen, die aus einem normalen Tag einen besonderen Tag machen. Im Stande zu sein mein Leben mit Dingen zu füllen, die ich liebe. Ein Leben zu leben, in dem man nicht mehr aufs Wochenende hofft. Jeden Moment zu genießen. Die kleinen Dinge wertzuschätzen, die dann gar nicht mehr so klein sind. Einfach eine ganz neue Perspektive zum Leben entwickeln.

Hast du ein Lebensmotto oder einen Rat, den du mit uns teilen möchtest? 

„There are two ways to be happy: change the situation, or change your mindset towards it“. Das Schöne ist – es funktioniert! Ich versuche das Beste aus jeder Situation zu machen, wenn ich sie nicht ändern kann.

Folge Kim und ihrem Surf-Leben @nordlichtkim und auch bei ihrem neuen Projekt, ihrem eigenen Surf Wear Label @ shapedbythetides

Schnee welle

Snow is only frozen water

Schneebedeckte Berge und sonnige Strände mögen weit voneinander entfernt liegen, doch Snowboarden und Surfen verbindet zum einen der Hang zum Abenteuer sowie die Liebe zur Natur und zum anderen das Element Wasser! Und beides ist Soul-Surfing. Beides bringt Gleichgesinnte zusammen und steht für einen eigenen Lifestyle. Die Stories in dieser Ausgabe erzählen daher von Wasser in all seinen Aggregatszuständen und wie es auf unsere Lippen ein Lächeln spült.