Entfliehe dem Winter und gehe in Marokko Surfen

Text von Alena Ehrenbold

Ja, es herrscht wieder Lockdown in Deutschland und vor Reisen wird gewarnt, wer aber dennoch ans Meer entfliehen möchte, findet in unserer Serie “Winter-Surf in Europa” passende Reisetipps. Fangen wir mit Marokko an, was natürlich nicht zu Europa zählt, aber ähnlich schnell zu erreichen ist und bei uns europäischen SurferInnen hoch oben in der Liste steht… 

Die Einreise nach Marokko ist unter Einschränkungen wieder möglich, laut aktuellem Stand braucht man einen negativen Covid-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, eine bestehende Hotelbuchung und kann nur mit Sonderflügen einreisen… aber vor Ort darf man sich über leere Line-ups freuen!

Marokko – Surfen, Sonne und Orient-Flair

Wer dem europäischen Winter, der Kälte, dem Nebel und der Dunkelheit entwischen, aber nicht allzu weit reisen möchte, der trifft mit der Destination Marokko eine optimale Wahl. Der Tapetenwechsel ist durch die kulturelle Vielseitigkeit, die kulinarischen Köstlichkeiten und das milde Klima garantiert. Vielleicht klappt es auch ja diesen Winter noch mit einem Trip in den Orient? Fingers crossed!

Bereits aus dem Bullauge des Flugzeuges sieht man oft die wunderschöne marokkanische Küste. Diese erstreckt sich über 3.500 Kilometer und ist ideal nach Nordwesten ausgerichtet, um die großen Swells aufzunehmen, die im Winter von Island und Schottland über den Atlantik ziehen. Von November bis im März hat man die besten Chancen, dass man praktisch jeden Tag einen Spot findet, an dem man surfen kann.

Surfen in Marokko

Beste Spots: 

Taghazout:

Das kleine Fischerdörfchen, das 30 Autominuten vom Flughafen Agadir entfernt liegt, eignet sich optimal, um sich zu akklimatisieren. Eine wohlbekannte Etappe für Reisende und Surfer, die sich auf ein marokkanisches Abenteuer einlassen wollen. Dieser Teil der Küste wird durch das Kap Ghir vor dem Nordwind (der normalerweise vor allem von Mai bis November weht) geschützt. Die Landzunge verwandelt den “Chergui” (den Nordwind) in einen optimalen Side-Offshore für die Weltklasse-Spots wie „Boilers“, „Killers“, und „Anchor Point“. Aber es gibt auch einfachere Breaks – Taghazout hat für jedes Level und jede Vorliebe eine Welle zu bieten.

Imsouane:

Der mystische, reche Pointbreak wird voll und ganz seinem Ruf gerecht: Nach wenigen Paddelzügen ist man bereits am Peak und die ewig langen rechten Wellen rollen langsam vom Hafen bis zum Strand, der rund 250m weiter unten in der Bucht liegt. Der Spot hat jedoch einen Haken: Die gewaltige Crowd. Man muss eine ausgefeilte Slalomtechnik beherrschen, um dem Meer von Surfern auszuweichen. Die Qualität und das Potenzial der Bucht ist überwältigend – allerdings wird einen wirklich fast schwindlig von der Masse an Surfern. Aber wahrscheinlich wird es dank Corona gaerade recht leer sein…

Tafedna

Eine Autostunde südlich von Essaouira lohnt es sich, einen Halt in einem kleinen Paradies, in der „Villa Aljana / Dancing the waves“, bei Lisa und Faycal zu machen. Bei den Schweizer-Marokkanischen Gastgebern entdeckt man nicht nur die Wellen in der Umgebung, sondern auch die Köstlichkeiten der marokkanischen Küche. Ein Fest der Sinne bei jeder Mahlzeit. 

Surfen in Marokko

Wellengröße

Surfsaison ist in Marokko im Winter, von November bis März. Die Wellengröße variiert je nach Swell und Spot und es kann von flat bis zu 4 Meter Wellen alles dabei sein. 

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur liegt meist zwischen 16°-19° C. Man braucht also einen 4/3er oder 3/2er Wetsuit und verfrorene Surfer auch Booties.

Surfen in Marokko

Wetter

Am Tag ist es angenehm warm (20°-22°C) und es scheint fast täglich die Sonne, in der Nacht kann es aber ganz schön kühl werden (8°C).

Crowd

Das ist der Nachteil an Marokko, denn es ist normalerweise je nach Spot voll, bis sehr voll. Es lohnt sich also die bekannten Pfade zu verlassen…

Surfen in Marokko

In dem Surfguide Marokko findest du noch viele weitere Tipps zum Thema Surfen in Marokko.