Als landlocked Surferin träumt man nicht nur vom nächsten Trip ans Meer, sondern auch davon, während der Laydays hier fürs Surfen zu trainieren. Workouts, Yoga und Paddeltraining am See sind für die Fitness sehr gut und wichtig, aber das Feeling vom Surfen auf die Straße zu bringen – das würde das Herz richtig höher schlagen lassen!

Surfskate-Boards versprechen genau das: sie ermöglichen smoothe Turns wie beim Surfen und gleichzeitig trainiert man dabei die Bewegungsabläufe auf der Welle: Turns fahren und Geschwindigkeit machen! Anne skatet seit Langem auf ihrem Surfskate und zeigt uns hier fünf Manöver, die Spaß machen und gleichzeitig eure Surfskills verbessern werden:

Anmerkung: Anne skatet goofy auf ihrem SmoothStar und beschreibt die Bewegungsabläufe dementsprechend. Alle Regular-Mädels müssen sich die rechts-links-Beschreibungen also einmal umdenken.

  1. Übung auf einer ebenen Fläche:

Um dein Surfskate erst einmal kennenzulernen, solltest du auf gerader Fläche beginnen, die Eigenschaften des Bretts auszutesten. Anfangs kann so ein Brett eine wacklige Angelegenheit sein, aber Übung zahlt sich aus: man bekommt schnell ein Gefühl für die richtige Balance und kann dann damit beginnen, erste weite Kurven zu fahren, was auf den ersten Blick ein wenig dem Carven mit einem Longboard ähnelt.

Der Unterschied zum Longboarden besteht allerdings darin, dass du nicht dein Gewicht von den Hacken auf die Zehenspitzen verlagerst. Stattdessen musst du deinen kompletten Körper in eine Rotationsbewegung bringen.

Also vergiss alles, was du auf einem Long- oder Skateboard tust und stell dir einfach vor, du bist auf deinem Surfboard im Wasser.

Möchtest du eine Kurve nach rechts fahren, blickst du zuerst in die Richtung, in die du möchtest. Der Schultergürtel folgt und du verlagerst dein Gewicht etwas auf den hinteren Fuß, so wie du es auch auf dem Surfbrett im Wasser tun würdest, denn hier befindet sich auch der Drehpunkt auf dem Surfskate. Auf eine ähnliche Art und Weise geht es mit der Kurve in die andere Richtung: blicke in die Zielrichtung, der Schultergürtel folgt und du bleibst dabei in den Knien ganz entspannt und gebeugt.

Wirst du in deinen Bewegungen etwas geübter und kraftvoller, kommst du auf diese Weise auch vorwärts und kannst Tempo aufbauen, ohne dich vom Boden pushen zu müssen.

  1. Frontside Bottom Turn:

Einen Bottom Turn leitest du beim Surfskate ebenso ein wie auch im Wasser: Zuerst schaust du in die Richtung, in die du möchtest – in diesem Falle die ‚Face‘ der Transition hinab. Der Schultergürtel folgt. Während du abwärts skatest, gehst du tief in die Knie und legst dich in die Kurve, lehnst dich also mit dem Körpergewicht nach vorne und belastest die zur  „Welle“ gerichtete Boardkante. Dabei blickst du schon wieder die Transition hinauf Richtung höchstem Punkt und gibst anschließend ordentlich Druck auf deinen hinteren Fuß. Denn meist folgt nach einem Bottom Turn ein Top Turn und dafür möchtest du Geschwindigkeit aufbauen.

  1. Frontside Top Turn:

Du kommst aus einem kraftvollen Bottom Turn, blickst zum höchsten Punkt der Transition und bereitest dich auf den Top Turn vor: Kurz bevor du am höchsten Punkt angelangt bist, schaust du schon wieder über deine Schulter ins „Wellental“ vor dir (also über deine vordere Schulter) und nimmst unmittelbar den Oberkörper mit in die Richtung. Es hilft ungemein, den vorderen Arm aufzudrehen und mit dem Daumen in die Richtung zu zeigen, in die du möchtest. Das Gewicht verlagerst du nun stark auf den hinteren Fuß, aber Achtung: der Oberkörper lehnt sich dabei nicht zurück, sondern bleibt zwischen beiden Beinen positioniert. Übe nun wieder viel Druck auf den hinteren Fuß aus und bring dabei das vordere Bein in eine leichte Streckung. Mit dem vorderen Fuß ziehst du das Brett herum, dein hinterer Arm kann deinen Turn unterstützen, indem du ihn mit Schwung vor deinen Oberkörper bringst.

  1. Grab Turn

Warum nicht mal einen Grab Turn skaten? Dieses Manöver lässt sich recht einfach an Land üben und macht sofort was her! Der Grab Turn gestaltet sich dabei vom Prinzip her ähnlich wie der Frontside Top Turn. Während du die höchste Stelle der Transition skatest und dabei dein ganzes Gewicht nach hinten verlagerst, greifst du mit der hinteren Hand die vordere Kante des Bretts, arbeitest aber mit dem Rest des Oberkörpers genau wie auch beim Top Turn. Eventuell musst du für diese Bewegung tiefer in die Knie gehen als beim einem normalen Top Turn, um dein Brett greifen zu können.

  1. Roundhouse Cutback

Wenn du Top und Bottom Turn sowohl Front- als auch Backside beherrschst, ist der Roundhouse Cutback ebenfalls ein spaßiges Manöver auf dem Surfskate. Um diesen Move hinzubekommen, hilft es, sich eine liegende 8 auf dem Boden zu denken. Du skatest zunächst einen Bottom Turn und weiter mit Schwung in einen Top Turn. Dieser sollte so radikal wie möglich sein, denn du möchtest mit deinem nächsten Bottom Turn nicht weiter in die ursprünglichen Fahrtrichtung skaten, sondern zurück in die Richtung aus der du gekommen bist. Zum Schluss machst du einen Top Turn, der dich wieder in deine ursprüngliche Skate-Richtung bringt, um dein nächstes Manöver anzuschließen.