In den zehn Jahren Golden Ride haben wir mit vielen Menschen zusammengearbeitet, viele neue Ansprechpartner gehabt und viele wieder aus den Augen verloren. Stephie von Nikita zum Glück nicht, denn sie ist seit über 10 Jahren bei dem Brand und lebt das motto „for Girls who ride.“

Alter: Gefühlte 34 (Real 43)

Jobtitel: General Manager bei Pretty Great Europe GmbH, Global Brand Director NIKITA

E-Mails pro Tag: Im Schnitt 90

 

Reisetage im Jahr: 50

Surf/Snowboardtage im Jahr: leider nicht ganz 50

Lieblingsklamotten: Meinen Style würde ich als casual und laid back mit einem Twist Rock’n’Roll beschreiben. Eben typisch NIKITA!

Hi Stephie, wie lange arbeitest du schon bei Nikita und welchen Job hast du jetzt?

Ich bin seit 2003 mit an Board, also schon 14 Jahre. Heute bin ich Global Brand Director und arbeite daran, das Maximum aus NIKITA herauszuholen. Dazu gehört unter anderem die globale Strategieplanung sowie die Umsetzung des Verkaufs, bis hin zum Marketing in unserem europäischen Markt.

Du bist schon mehrmals für deinen Job umgezogen… Was macht das Arbeiten bei Nikita so besonders, dass du in Kauf nimmst, umzuziehen?

Flexibilität ist heutzutage sehr wichtig, um sich in seinem Beruf bestmöglich weiterzuentwickeln. Glücklicherweise bin ich auch im Privatleben sehr flexibel und daher ist es mir nie schwergefallen, den Wohnort zu wechseln. Ich finde es immer spannend, neue Orte und Menschen kennenzulernen. Aber ich wäre sicherlich nicht so oft mit NIKITA umgezogen, wenn das Team nicht so großartig wäre. Vom ersten Tag an habe ich mich wohl gefühlt und das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn die Kollegen mittlerweile andere sind. Bis heute ist ein starkes und gutes Team der Kern und das Herz der Marke. Deshalb macht die Arbeit mit NIKITA unheimlich Spaß und manchmal frage ich mich, wo die letzten 14 Jahre hin sind!

Foto von: Conny Marshaus

Kannst du uns kurz deinen beruflichen Werdegang skizzieren?

Ich habe schon viele unterschiedliche Dinge gemacht, an denen ich viel Spaß hatte. Ich war beispielsweise im Rahmen eines Sprachstudiums in Kolumbien, habe eine Ausbildung zur Werbefotografin gemacht, Sport an der SPO-HO in Köln studiert, in einem Snowboard-Store gejobbt und bei Tommy Hilfiger, Billabong und Element Praktika absolviert.

Irgendwann bin ich dann bei NIKITA im Customer Service in Hamburg gelandet. Als es mich dann aber nach Hossegor in Frankreich zog, bekam ich die Möglichkeit, dort ein Marketing & Sales Büro für NIKITA zu eröffnen. Von 2004-2013 habe ich dann Europa mit einem Team aus drei Angestellten betreut. 2012 wurde NIKITA von Amer Sports übernommen und ich bin gemeinsam mit NIKITA nach München, in meine Heimat Deutschland, zurückgekehrt. Mittlerweile gehört NIKITA zur amerikanischen Pretty Great Company. Seit zwei Jahren bin ich nun in meiner jetzigen Position und vertreibe neben NIKITA auch die Brands Bonfire, Sessions und SLVDR in Europa. Unterstützt werde ich von einem tollen Team, mit dem ich mich sehr wohlfühle und wir sind gespannt auf die kommenden Jahre.

Was sind deine Aufgaben als Global Brand Director?

Als Global Brand Director bin ich dafür verantwortlich, die Ausrichtung der Marke langfristig zu planen. Das bezieht sich auf alle Bereiche, angefangen bei der Definition der Zielgruppe, dem Design, über die Verkaufskanäle, bis hin zu Marketingstrategien und speziellen Brandkollaborationen. Mein Job ist also sehr vielseitig und das macht ihn so spannend. Dies alles passiert immer in naher Zusammenarbeit mit unserem HQ in den USA.

Was macht dir am meisten Spaß?

Die enge Zusammenarbeit der Teams. Mein EU Team in München, das US Team, aber auch unsere Sales Force sind toll aufeinander abgestimmt und arbeiten Hand in Hand. Auch der Designprozess ist spannend und macht unheimlich Spaß, genauso wie das Planen unterschiedlicher Kooperationen und durchdachter Marketingideen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Durch meine Kids braucht es eine gewisse Routine. Da sind wir mittlerweile sehr gut aufeinander abgestimmt. Mein Wecker klingelt jeden Tag um 6 Uhr. Dann nehme ich mir Zeit mit meinen Kindern zu frühstücken. Von 8-16 Uhr bin ich im Büro anzutreffen oder geschäftlich unterwegs. Von 16-20 Uhr bin ich dann wieder voll für meine Familie da. Danach lege ich dann nochmal eine Arbeitseinheit ein und tausche mich mit dem US Team aus. Ab spätestens 23 Uhr habe ich dann Feierabend.

Was sind deiner Meinung nach die Vor- und Nachteile, in der Boardsport Industrie zu arbeiten?

Die Boardsport-Branche ist eine sehr kreative Branche. Die Leute sind toll und teilweise etwas verrückt, das gefällt mir. Es ist alles etwas entspannter und persönlicher als in anderen Branchen. Außerdem ist Snowboarden meine Leidenschaft und da ist es natürlich perfekt, tagtäglich damit konfrontiert zu werden.

Leider ist die Situation derzeit nicht gerade einfach. Durch den Klimawandel gibt es immer weniger und immer später Schnee. Das schadet natürlich vor allem den kleineren Skigebieten und auch der Wintersport-Industrie. Mittlerweile gibt es zudem wahnsinnig viele Brands und dadurch eine Überproduktion an Ware, der Markt ist einfach übersättigt. Jeder muss sich gesund schrumpfen oder umorientieren, was auch Sinn macht. Zum Glück bedienen wir mit NIKITA Streetwear einen Bereich, der auch klimaunabhängig viel Potential bietet. Aber wie im Leben kommt nach jedem Tief wieder ein Hoch und ich bin mir sicher, dass so auch die Boardsport-Industrie in den nächsten Jahren wieder an Wert gewinnen wird.

Hast du durch deinen Job in der Industrie mehr Zeit/Möglichkeiten zu Surfen oder zu Snowboarden?

Ja definitiv! Durch meinen Job habe ich einige der schönsten Orte gesehen. In meiner Zeit in Frankreich war ich regelmäßig surfen und jetzt profitiere ich in München von der Nähe der Berge. Innerhalb der Branche trifft man natürlich auch sehr oft auf Gleichgesinnte, so dass sich da oftmals Business und Vergnügen verbinden lassen.

Du bist schon sehr lange im Boardsport tätig. Welche Fähigkeiten braucht man, um sich so lange in dem Bereich zu halten?

Ich denke, das A und O ist gute Laune. Das gilt sicherlich für viele Bereiche. Wer mit einer positiven Einstellung an neue Herausforderungen herantritt, sei es im Berufsleben oder im Sport, hat bessere Aussichten auf Erfolg. Wichtig ist es natürlich auch, innovative und frische Ideen zu haben. Standhaftigkeit und die Liebe zur Natur sind ein Muss.

Was für Tipps hast du für Mädels, die gerne im Snow/Skate/Surfbusiness arbeiten möchten?

Ganz klar: Sei selbstbewusst. Glaub an Dich. Folge Deinem Herzen und höre auf Deine Wünsche. Setze Dir ein Ziel und gehe Deinen Weg. Im seltensten Fall wird dieser Weg gradlinig und einfach verlaufen. Es schadet also nicht, in andere Richtungen zu blicken und die ein oder andere Abzweigung zu nehmen. Wer weiß, welche Möglichkeiten dort warten. Und wer sein Ziel vor Augen hat und hart an sich arbeitet, wird irgendwann auch dort ankommen.

 

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