Surferin Valeska Schneider war diesen Winter auf Hawaii

Einmal auf Hawaii surfen – das ist zwar Klischee, aber dennoch der Traum eines jeden Surfers! Valeska Schneider konnte sich diesen Wunsch während der Pandemie erfüllen und verbrachte diesen Winter einige Wochen im Surfparadies. Denn die Einreise in die USA ist immer noch möglich – wie verrät sie uns hier im Gespräch. Außerdem erzählt sie wie es ihr in den kraftvollen Winterwellen an der North Shore erging und wie ihr das Surfen auf künstlichen Wellen dabei geholfen hat.

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Kann man trotz Covid-19 einen Surftrip nach Hawaii machen?

Valeska Schneider Hawaii

Hi Valeska, du warst die letzten Wochen auf Hawaii – wie war es? Wo warst du genau?

Hawaii war super beeindruckend – ich fand es toll einmal im Surfer-Mekka gewesen zu sein und all die Spots, die man von der WSL und von Fotos kennt, live zu sehen – wie Pipeline und Jaws! Während ich dort war, kam ein riesiger Swell und Jaws wurde zum Monster. Auch an der North Shore kamen ständig große Swells an, sodass man immer was zu sehen hatte.

Bist du dann zwischen den großen Swells die bekannten Spots auch mal gesurft?

Ja, wenn es kleiner war schon. Aber dann erkennt man Pipeline nicht. Bei kleinen Wellen ist es ein normaler Beachbreak, der vorne am Shore bricht. Neben Pipeline war aber eine Sandbank, die bei kleinerem Swell gut lief.

Auf welchen Inseln warst du überall?

Wir waren erst auf Maui, um uns einmal Jaws anzusehen und Honolua Bay, den bekannten rechten Pointbreak zu surfen. Der lief mega gut, war aber auch super crowded. Dann sind wir noch nach Oahu an der North Shore, wo eben Pipeline usw. liegen.

Valeska Schneider Hawaii

Wie war die Einreise? Was braucht man alles, um einreisen zu dürfen?

Als wir eingereist sind (im Januar) gab es keine bestimmten Einreisebestimmungen für die USA, solange man nicht aus einem Land einreist, das auf der Blacklist steht. Auf der Blacklist steht ganz Europa, aber da ich zuvor schon zwei Monate auf der Dominikanischen Republik war, konnte ich problemlos einreisen. Die einzige Bestimmung für die Einreise nach Hawaii ist ein negativer PCR-Test, den wir aber während dem Zwischenstopp am Flughafen in San Francisco machen konnten.

Welche Corona-Maßnahmen gelten vor Ort?

Ich würde sagen, es war so ähnlich wie bei uns im Sommer: in geschlossenen Räumen muss man eine Maske tragen und generell die Abstandsregeln einhalten. Die Restaurants sind offen, wenn auch mit weniger Kapazität und manche haben nur Take-away. Aber an der North Shore gibt es fast nur Foodtrucks, da fiel das gar nicht auf. Und es findet ja sehr viel draußen statt, auch wenn dort Winter war. Die Temperaturen waren angenehm und im Wasser war es mit einem 2mm Shorty perfekt.

Valeska Schneider Hawaii

Die legendären Surfspots an der North Shore von Oahu

Wie anspruchsvoll sind die Wellen? Gibt es auch Wellen für „normale SurferInnen“?

Ich fande die Wellen schon recht extrem: Entweder es war sehr kraftvoll oder super mellow, so dass man ein Longboard braucht. Die Wellen sind sehr schnell und steil und trotz der recht hohen Periode, hatte man kaum Set-Pausen und war ständig gefordert. Es kamen ständig Wellen, die überall gebrochen sind und immer wieder große Sets – es war auf jeden Fall challenging. Außerdem gab es viele Closeouts – die Wellen waren jedenfalls nicht so schön definiert, wie man es aus Indo kennt.

Inzwischen bist du in Costa Rica – wie ist dein erster Eindruck und wie lange bleibst du noch?

Der erste Eindruck ist super! Wir sind gleich mal einen langen Pointbreak gesurft und hoffen, dass es so weitergeht. Pläne habe ich noch keine… ich hoffe einfach, gute Wellen zu finden, um weiter trainieren zu können.

Valeska Schneider Hawaii

Möchtest du dieses Jahr noch an Contests teilnehmen – wenn denn welche stattfinden…?

Mein Fokus liegt seit zwei Jahren auf dem Rapid Surfing und da sind dieses Jahr schon Contests geplant. Aber da das Wellenwerk Berlin immer noch geschlossen ist, kann man schwer planen. Und ich kann auch nicht trainieren – deshalb versuche ich so viel wie möglich im Meer zu surfen. Letztes Jahr ist die Deutsche Meisterschaft im Meer ausgefallen – sollte sie dieses Jahr stattfinden, wäre das schon ein großes Ziel von mir.

Du bist letztes Jahr sehr viel im Wellenwerk gesurft – wie wirkt sich das auf dein Surfen im Meer aus?

Ich merke einen deutlichen Unterschied! Ich war letztes Jahr wegen der Pandemie fast gar nicht im Meer surfen, sondern hab hauptsächlich im Wellenwerk trainiert. Im November bin ich dann auf die Dominikanische Republik geflogen und hab gleich am zweiten Tag bei einem local Surf-Contest mitgemacht und gewonnen. Die Paddel-Power hat zwar etwas gefehlt, aber ich war sehr erstaunt wie sicher ich auf dem Board stand und dass ich die Manöver von der stehenden Welle 1:1 aufs Meer übertragen konnte. Das war eine große Bestätigung, dass das Training auf einer stehenden Welle, wenn man es richtig macht, viel hilft! Man hat einfach so viel Zeit auf der künstlichen Welle, dass man die Bewegungen perfektionieren und automatisieren kann – und dann kann man das im Meer einfach übertragen.

Valeska Schneider Hawaii

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